Zu schnell und zu oft zum Arzt

Ärzte in ganz Deutschland schlagen Alarm. Ihnen zufolge gehen die Deutschen viel zu schnell in die Praxis ihrer Wahl, selbst bei nur kleinen Wehwehchen. Das hat zur Folge, dass die wirklich behandlungsbedürftigen Patienten lange warten müssen oder ihnen gar nicht ausreichend Zeit für eine Behandlung zugestanden wird. Guter Rat ist in dieser verzwackten Situation teuer. Schließlich sind viele Experten überzeugt, dass selbst die Anstellung vieler weiterer Ärzte nichts wesentliches an der Situation ändern würde.

Die Nase tropft, der Hals tut weh

Wir kennen es wohl alle: Der Sommer ist vorbei, und sobald die ersten Herbsttage vor der Tür stehen, fängt der Hals auch bereits an zu kratzen. Erste Indizien einer Grippe oder mit ein paar Halstabletten schnell wieder passe? Das ist die Frage, die die Gemüter der Experten erhitzt. Es gibt Vertreter der Theorie, dass selbst kleine Wehwehchen einer Untersuchung durch einen Arzt bedürfen. Andere sind wiederum der Ansicht, dass ein wenig Schonung dafür sorgt, dass das Problem von alleine wieder verschwindet. In der Realität scheinen viele die erstere Variante zu bevorzugen. Anders ist nicht zu erklären, dass die deutschen Arztpraxen eher über- denn unterlastet sind. Was also ist die richtige Verhaltensweise bei aufkommenden Krankheiten?

Lange Wartezeiten trotz Termin

Gerne schieben die Ärzte und das medizinische Fachpersonal die zu langen Wartezeiten auf die Patienten selbst. Damit machen es sich die Angestellten vielleicht etwas zu einfach. Grundsätzlich ist nämlich zu sagen, dass die Organisation in deutschen Krankenhäusern alles andere als rund läuft. Nicht selten hakt es selbst bei Aufgaben, die einfache Routine darstellen. Wer kennt sie nicht, die Situation, in welcher man stundenlang im Wartezimmer sitzt, ohne dass etwas voranzugehen scheint. Auch hier ist mal wieder die Politik gefragt. Solange das medizinische Personal nicht so gut bezahlt wird, wie es sein sollte, solange bekommt man eben nicht nur Experten für solche Jobs.

Die Hausapotheke als Alternative

Längst nicht jeder hat sie, und doch sollte sie in keinem Haushalt fehlen. Die Hausapotheke , welche aus einer Reihe unverzichtbarer Medikamente besteht. Wie genau sie zusammengestellt wird, muss jeder selbst entscheiden, doch Schmerzmittel und Tabletten gegen Halsweh sind fast schon ein Muss. Auch Durchfalltabletten erleichtern es einem im Fall der Fälle extrem. Zusätzlich kann die Apotheke um einige pflanzliche Mittel ergänzt werden. Tees haben sich beispielsweise bewährt, wenn es um Magenbeschwerden geht.

Sollte wieder eine Gebühr für Arztbesuche erhoben werden?

Eine Zeit lang verlangte das Gesetz eine Gebühr von 10 Euro für jeden Arztbesuch im Quartal. Maximal 40 Euro im Jahr zusätzlich waren das je Erwachsenem. Schnell nahm die Politik von diesem Gesetz wieder Abstand.

Warum auch kleine Wehwehchen auf eine ernsthafte Krankheit hindeuten können

Es kann nicht ernsthaft bestritten werden, dass selbst vermeintlich harmlose Erkältungen auf eine gefährliche Grippe hinauslaufen können. Also lieber einmal zu viel zum Arzt gehen, als einmal zu wenig.

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