Unentgeltliche Behandlung für jedermann

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Gesundheitswesen eines Landes zu organisieren. Entweder über eine gesetzliche, sprich staatliche Krankenversicherung in Deutschland, dann über private Krankenversicherungen wie in den USA oder über ein steuerfinanziertes System. Auf letztere Variante setzt zum Beispiel Brasilien. Wer dort behandelt werden möchte, braucht weder Krankenkarte noch private Versicherung. Auch zahlt er für das Gesundheitswesen direkt erst einmal nichts. Die Bezahlung der Ärzte und Krankenschwester wird über die Steuereinnahmen finanziert. Kling in der Theorie erst einmal gut und richtig, doch gerade in diesem südamerikanischen Land gibt es im Gesundheitswesen große Probleme hinsichtlich Pfusch und langen Wartezeiten.

Ist eine kostenlose Gesundheitsversorgung für alle nicht ein Menschenrecht?

Nun, diese Frage ist wohl vor allem auf philosophischem Wege zu beantworten. Fakt ist aber, dass es in der Politik unterschiedliche Ansätze gibt, das Problem zu beseitigen. Weitgehend Einigkeit herrscht darüber, dass es nicht sein kann, dass jemand auf eine medizinische Behandlung verzichten muss, weil er nicht das nötige Kleingeld besitzt. Vielleicht kann es hilfreich sein, genau zu definieren, welche Bereiche des Alltags als Menschenrecht anzusehen sind.

Ohne Karte oder Geld keine Behandlung

In den USA verursacht es immer wieder Schlagzeilen, wenn Personen ohne Krankenversicherung die Behandlung verweigert wird. Doch tatsächlich kann es zu diesem Szenario auch in Deutschland kommen. Wer keine Arbeit hat und folglich auch nichts für die Krankenkasse bezahlt sowie kein Geld dabei hat, wird bei Kleinigkeiten womöglich vom Arzt weggeschickt.

Das Zusammenspiel von Staat und Privatwirtschaft

Das deutsche System setzt nicht allein auf die gesetzliche Krankenversicherung, sondern auch auf private Anbieter. Leider haben aber nur Teile der Werktätigen die Möglichkeit zu entscheiden.

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